3. September 2020

Barrierefreier Garten

Unsere Tipps für barrierefreies Gärtnern

Mit den Händen in der Erde wühlen, an der frischen Luft sein und das, was man gesät hat, später wieder ernten: Es gibt viele Gründe für einen Garten. Auch, wenn man in der eigenen Mobilität eingeschränkt ist. Wir möchten allen, die Freude am Gärtnern haben, aber körperlich eingeschränkt sind, Mut machen. Es geht! Mit diesen Tipps kommen Sie Ihrem Traum von der grünen Oase ein Stückchen näher:

1. Die Wege

Um sich gut in Ihrem Garten fortbewegen zu können, sollten sie breite, rutschfeste und ebene Wege anlegen. Sind Sie mit dem Rollstuhl unterwegs, sollte die Mindestbreite des Weges 1,20 m und an kurvigen Stellen 1,60 m betragen. Wichtig ist, dass Sie die Wege mit einem wasserdurchlässigen Material pflastern oder mit entsprechenden Wasserabläufen versehen. 

2. Beleuchtung

Besonders im Herbst, wenn die Tage wieder kürzer werden, ist es wichtig, dass Ihre Wege ausreichend beleuchtet sind. Es bieten sich kleine Solarlampen an, die Sie in die Erde stecken können. Diese schalten sich automatisch bei aufkommender Dämmerung ein und bei Tageslicht wieder aus. 

3. Bepflanzung

Für den Anbau von Nutzpflanzen, wie zum Beispiel Kräutern, Obst und Gemüse, empfehlen wir Ihnen ein unterfahrbares Hochbeet in Sitzhöhe. Praktischer Nebeneffekt: Ihre Ernte bleibt ist vor gefrässigen Schnecken geschützt. Sehr hilfreich ist eine Ablage für Gartengeräte und eine Halterung für den Schlauch. 

Achten Sie generell, auch außerhalb der Hochbeete, darauf pflegeleichte Pflanzen zu pflanzen. Verwenden Sie beispielsweise:

Spalierobst anstatt Obstbäume,
Stauden anstatt einjährige Sommerblumen,
Zierpflanzen anstatt Dornengewächse.

4. Hilfsmittel

Machen Sie sich die Arbeit so leicht wie möglich, indem Sie Hilfsmittel, wie zum Beispiel einen Greifarm für das Einsammeln von Fallobst, verwenden. Viele Geräte, wie Gartenscheren und Heckenscheren, gibt es mit Teleskopstangen. Achten Sie unbedingt auf leichte Materialien.

Zurück zur Übersicht

Verwandte Beiträge