Barrierefreier Garten
Unsere Tipps für barrierefreies Gärtnern
Mit den Händen in der Erde arbeiten, an der frischen Luft sein und später ernten, was man selbst gepflanzt hat: Es gibt viele Gründe für einen Garten. Auch wenn die eigene Mobilität eingeschränkt ist, lässt sich vieles so gestalten, dass Gartenarbeit leichter und angenehmer wird.
Mit breiten Wegen, gut erreichbaren Beeten, passenden Hilfsmitteln und einer durchdachten Planung kommst du deinem Traum von der grünen Oase ein Stück näher.
1. Die Wege
Damit du dich gut im Garten bewegen kannst, sollten die Wege breit, rutschhemmend und möglichst eben sein. Wenn du mit Rollstuhl oder Rollator unterwegs bist, sollte die Mindestbreite der Wege etwa 1,20 m betragen. An kurvigen Stellen, Kreuzungen oder Bereichen zum Wenden ist mehr Platz sinnvoll.
Plane dort, wo du drehen oder rangieren möchtest, möglichst großzügige Bewegungsflächen ein. Das ist besonders wichtig an Hochbeeten, Sitzplätzen, Terrassenübergängen oder vor dem Gartenhaus.
Auch der Untergrund spielt eine wichtige Rolle. Gut geeignet sind feste, gut befahrbare Beläge wie eben verlegte Platten oder gut verfugtes Pflaster. Lose Materialien wie Kies, grober Splitt oder Rindenmulch können schwieriger sein, weil Räder einsinken oder hängen bleiben können.
Achte außerdem darauf, dass Regenwasser gut ablaufen kann. Wege sollten nach einem Schauer nicht rutschig werden oder große Pfützen bilden.
2. Beleuchtung
Besonders im Herbst, wenn die Tage kürzer werden, ist eine gute Beleuchtung hilfreich. Wege, Kanten und Übergänge sollten gut erkennbar sein, damit du dich auch bei Dämmerung sicherer im Garten bewegen kannst.
Kleine Solarlampen entlang der Wege können eine einfache Lösung sein. Sie lassen sich oft unkompliziert platzieren und schalten sich bei Dämmerung automatisch ein. Wichtig ist, dass sie nicht blenden und den Weg gleichmäßig sichtbar machen.
Auch Bewegungsmelder können sinnvoll sein, zum Beispiel am Zugang zum Garten, an der Terrasse oder in der Nähe des Schuppens.
3. Bepflanzung
Für Kräuter, Obst und Gemüse empfehlen wir ein unterfahrbares Hochbeet in Sitzhöhe. So kommst du näher an die Pflanzen heran und kannst viele Arbeiten bequemer erledigen.
Achte darauf, dass die Beete nicht zu tief sind. Alles, was regelmäßig gegossen, gepflegt oder geerntet wird, sollte gut erreichbar bleiben.
Praktisch sind außerdem eine Ablage für Gartengeräte, ein gut erreichbarer Wasseranschluss und eine Halterung für den Schlauch. So musst du weniger tragen und hast wichtige Dinge direkt in Griffnähe.
Ein weiterer Vorteil von Hochbeeten: Die Ernte ist besser vor Schnecken geschützt und lässt sich übersichtlicher pflegen.
Achte generell darauf, pflegeleichte Pflanzen zu wählen. Gut geeignet sind zum Beispiel:
- Spalierobst statt großer Obstbäume
- Stauden statt einjähriger Sommerblumen
- robuste Zierpflanzen statt Dornengewächse direkt an Wegen oder Sitzplätzen
Auch Balkon und Terrasse lassen sich mit erhöhten Pflanzkästen oder gut erreichbaren Kübeln grüner gestalten. Wichtig ist, dass genug Platz zum Bewegen bleibt und Pflanzgefäße Wege nicht unnötig verengen.
Wenn du dich für bienenfreundliche Pflanzen und passende Bepflanzung nach Jahreszeit interessierst, findest du dazu mehr in unserem Beitrag „Barrierefreier Garten – Saison für Saison genießen“.
4. Hilfsmittel
Mach dir die Gartenarbeit so leicht wie möglich. Hilfsmittel können dabei helfen, Wege zu verkürzen, Bewegungen zu erleichtern und Kraft zu sparen.
Praktisch sind zum Beispiel Greifhilfen zum Aufheben von Fallobst oder Werkzeug, Gartengeräte mit Teleskopstiel, leichte Scheren, ergonomische Griffe und rollbare Pflanzuntersetzer.
Wenn du regelmäßig gießt, können auch ein leichter Schlauch mit Aufrollhilfe, kleinere Gießkannen oder eine einfache Bewässerungslösung hilfreich sein.
Achte bei Gartengeräten auf leichte Materialien und eine gute Handhabung. Alles, was häufig genutzt wird, sollte gut erreichbar und möglichst einfach zu bedienen sein.
Fazit
Ein barrierefreier Garten muss nicht komplett neu geplant werden. Oft machen schon kleine Anpassungen einen spürbaren Unterschied: breitere Wege, ein gut erreichbares Hochbeet, passende Hilfsmittel oder ein sicherer Untergrund.
Das Team von agivia ist für dich da und berät dich gern!
Du möchtest deinen Garten, Balkon oder deine Terrasse besser an deine Bedürfnisse anpassen? Wir beraten dich gern zu passenden Hilfsmitteln und Lösungen für deinen Alltag.
E-Mail info@agivia.de oder
Telefon 030 – 2332939-30