Der Rehatechnik Blog für Berlin & Brandenburg

Der richtige Regenschutz im Sommer
Datum: 08.08.2019

Die passende Kleidung für einen wechselhaften Sommer

Der Sommer in Berlin ist heiß und regnerisch. Wie ihr euch am besten für das Wetter wappnet erfahrt ihr hier.
Für Rollstuhlfahrer gibt es mittlerweile sehr viele Variationen an Funktionskleidung. Am beliebtesten sind Regenponchos, die ihr selbst ganz einfach über euch und den Rollstuhl ziehen könnt. Hier gibt es für die kälteren Tage auch Modelle mit Fütterung. Für den Sommer sind diese allerdings etwas zu warm. Achtet darauf dass ihr nicht nur wetterfeste Kleidung kauft, sondern auch wasserdichte. Bei manchen Anbietern findet ihr Angaben zur Wasserdurchlässigkeit, wenn ihr auf Nummer sicher gehen wollt und auch mal den ganzen Tag bei Regen draußen seid, greift zu einem Material mit 20.000 mm Wassersäule. Schon 10.000 mm sind an sich ausreichend, die meisten Regenjacken bewegen sich sogar in einem Bereich von 20.000 bis 30.000. Nur zum Vergleich: ein Zeltboden hat eine Wassersäule von minimum 5000 mm.
Damit ihr eure Regenkleidung gut selbst anlegen könnt, wird von vielen Anbietern angeboten, den Reisverschluss individuell zu setzen.
Achtet beim Kauf auch darauf, dass das Material atmungsfähig ist, regendichte Kleidung hilft einem auch nicht viel, wenn man darunter direkt anfängt zu schwitzen.
Wem Regenponcho und Mütze nicht ausreicht, kann sich eine Halterung für einen Regenschirm zulegen. Diese wird mittels Klemme am Griff des Rollstuhls befestigt.

Agivia stellt vor: Powerchair Hockey
Datum: 25.07.2019

Powerchair Hockey

Auch für E-Rolli-Fahrer hat das Sportangebot einiges zu bieten. Wir stellen euch die Sportart Powerchair Hockey vor. Für alle, die Geschwindigkeit lieben, ist das genau das Richtige. Seit 1970 wird die Sportart in Deutschland gespielt. Ursprünglich stammt sie aus den Niederlanden. In Finnland fand schließlich 2004 die erste IWAS Weltmeisterschaft statt. Zusammen mit den Niederlanden stand Deutschland im Finale und belegte den stolzen zweiten Platz.

Wie läuft das Spiel ab?
PCH ist eine Mischung aus Eis- und Feldhockey, dementsprechend können beide Schläger-Typen für das Spiel verwendet werden. Alle Spieler müssen in einem Elektrorollstuhl mit einer Höchstleistung von 15km/h spielen. Das schließt nicht mit ein, dass der Spieler privat auch auf einen Elektrorollstuhl angewiesen ist.
Gespielt wird auf einem begrenzten Hallenspielfeld mit einer Abmessung von 28m x 16m. Wie beim Eishockey kann man auch hinter dem Tor Spielen. Die Mannschaft, die den kleinen gelochten Plastikball am häufigsten in das gegnerische Tor befördert, gewinnt das Spiel.
In zwei Halbzeiten mit jeweils 20min Spielzeit haben die Teams zeit alles zu geben. Aufgebaut sind die Mannschaften in vier Feldspieler, einem Torwart und fünf Ersatzspieler.

Gibt es eine Klassifizierung der Spieler?
Damit das Spiel fair bleibt, gibt es auch in dieser Sportart Klassifizierungspunkte. Eine Mannschaft darf eine Höchstpunktzahl von 11 Punkten nicht überschreiten. Dabei erhalten Personen, mit einem festmontiertem Schläger und eingeschränktem Sichtfeld 0,5 Punkte. Bis zu 5,0 Punkte werden an Personen vergeben, die im Alltag nicht auf einen E-Rollstuhl angewiesen sind.

Agivia stellt vor: Rollstuhlrugby
Datum: 18.07.2019

Rollstuhlrugby

Rollstuhlrugby ist neben Rollstuhlbasketball und Wheelchair Racing ebenfalls eine paralympische Sportart. Entwickelt hat es sich in den 1970er Jahren in Kanada und verbreitete sich schnell über die USA und weitere Länder, bis es Anfang der 1990er auch nach Deutschland kam.
Heute ist das Bernd-Best-Turnier, das jährlich in Köln ausgerichtet wird, das größte Turnier der Welt. Die Agivia Sharks, das Champions League Team von agivia, konnten sich wiederholt qualifizieren und dieses Jahr den 4. Platz erreichen.

Wie läuft das Spiel ab?
Ein Team setzt sich aus vier Spielern zusammen, die auf einem standardgroßen Basketballfeld spielen. Das Ziel ist es, den Ball über die 8m breite Torlinie zu fahren, wobei er sich sicher im Besitz des Spielers befinden muss. Während des Spiels darf der Ball auf dem Schoß transportiert, geworfen, gedribbelt oder gepasst werden.
Ein Spiel besteht aus 4 x 8 Minuten Spielzeit plus Timeouts. Der Gewinner des Spiels ist das Team mit den meisten Toren.
Gegen die Regeln sind das Berühren des Gegners mit dem Körper und das Hineinfahren in den gegnerischen Rollstuhl hinter der Hinterachse. Des weiteren sind Rückspiel und Rollstuhlkontakt während Spielunterbrechungen nicht erlaubt. Fairness und Sicherheit gehen auch beim Rugby vor.
Die Spieler spielen mit speziell für sie angepassten Rugby-Rollstühlen, die besonders robust sind, denn beim Rugby geht es zur Sache!

Gibt es eine Klassifizierung der Spieler?
Rollstuhlrugby-Spieler sind an mindestens drei Gliedmaßen eingeschränkt. Damit eine faire Spielbeteiligung für Schwerstbehinderte gewährleistet wird, gibt es eine Klassifizierung jedes Spielers von 0.5 - 3.5 Punkten, je nach Grad der Einschränkungen. Dabei ist es irrelevant, ob ein Spieler Rollstuhlfahrer ist oder den Rugby-Rollstuhl lediglich als Sportgerät nutzt.
Ein Team darf nach internationalen Regeln gemeinsam nicht mehr als 8 Mannschaftspunkte haben, national sind es 7 Punkte. Rollstuhlrugby-Teams können gemischt aus Männern und Frauen bestehen, wobei Teams mit Frauen einen Bonus von 1,0 bzw. 0.5 Punkten je Spielerin erhalten.
2012 gab es in Deutschland ca. 350 aktive Rollstuhlrugby-Spieler, darunter 40 Frauen.

Agivia stellt vor: Wheelchair Racing
Datum: 26.06.2019

Rollstuhlbasketball

Auch Rollstuhlbasketball gehört wie Wheelchair Racing zu den paralympischen Disziplin. Das erste mal ist die Sportart 1946 in den USA aufgetaucht. Basketballspieler, die unter Kriegsverletzungen litten, wollten ihre Leidenschaft nicht aufgeben und haben den Sport fortgeführt. Mittlerweile wird Rollstuhlbasketball in mehr als 80 Ländern gespielt. Neben Menschen mit Behinderung dürfen auch Nichtbehinderte mitspielen. Gespielt wird in geeigneten Sportrollstühlen.

Wie läuft das Spiel ab?
Das Team besteht aus fünf Feldspielern und höchstens sieben Ersatzspielern.
Ein Spieldurchlauf ist in vier Spielfrequenzen von zehn Minuten eingeteilt. In der Mitte des Spiels findet eine fünfzehnminütige Pause statt, zwischen den anderen beiden Spielen wird zwei Minuten Pause gemacht.
Falls es zu einem Gleichstand kommt, wird das Spiel um fünf Minuten verlängert. Dabei bringt ein Treffer außerhalb der Dreipunktelinie mit drei Punkten die höchste Punktzahl. Inerhalb der Dreipunktelinie erhält das Team zwei Punkte und bei einem Freiwurf erzielt man einen Punkt. Dabei erhalten die Teams nur 24 Sekunden um einen Korb zu erzielen. Wird mehr Zeit benötigt, muss der Ball an das gegnerische Team übergeben werden.
Auch beim Rollstuhlbasketball gibt es Dribbel- und Schritt-Regeln. Außerdem darf der Ball nicht mit den Füßen berührt werden. Die Regeln gelten wie beim herkömmlichen Basketball. Das bedeutet, dass ein Spieler innerhalb von acht Sekunden auf der anderen Spielfeldhälfte sein muss und sich nicht länger als drei Sekunden auf der gegnerischen Seite aufhalten darf.
Die Foul-Regeln werden ebenfalls übernommen. Wer zum fünften mal foult, muss das Spielfeld verlassen.

Gibt es eine Klassifizierung der Spieler?
Damit ein Ausgleich der Spieler mit unterschiedlicher Behinderung geschaffen werden kann gibt es eine Klassifizierung nach 5 Punkten.
Dabei können 1-Punkte-Spieler ihre Beine nicht bewegen und nur eine geringe Kontrolle der Rumpfmuskulatur ausüben. Bei Personen mit einer teilweise vorhandenen Rumpfkontrolle und keinen Beinfunktionen, spricht man von 2-Punkte-Spielern. Verfügen die Spieler über eine geringe Beweglichkeit in den Beinen und normale Rumpffunktion werden sie in die Kategorie 3-Punkte-Spieler geordnet. 4-Punkte-Spieler besitzen nur eine geringe Schwäche in der Beinmuskulatur und können nicht in beide Richtungen kontrollierte Bewegungen des Rumpfes ausführen. 4,5-Punkt-Spieler sind am wenigsten beeinträchtigt. Sie besitzen nur eine geringe Einschränkung in den Beinen und können stabile Rumpfbewegungen in alle Richtungen durchführen.
Eine Mannschaft darf eine Gesamtpunktzahl von 14 Punkten nicht überschreiten, Ausnahme sind die 1. 2. Und Regionalliga von Deutschland und Österreich. In diesem Fall darf eine Punktzahl von 14,5 Punkten erreicht werden.

Wer einen visuellen Einblick in die Sportart bekommen möchte kann am 27.06.2019 beim ZDF einschalten. Dort wird die 21. Folge der Sendung „Die Sportmacher“ erneut ausgestrahlt.

Agivia stellt vor: Wheelchair Racing
Datum: 12.06.2019

Wheelchair Racing

Wer schonmal etwas von einem Handcycle oder Handrollstuhl gehört hat, kennt sich wahrscheinlich auch mit Wheelchair Racing aus. Wir stellen euch die paralympische Disziplin genauer vor und beantworten die wichtigsten Fragen.

Was ist Wheelchair Racing?
Rollstuhl Racing zählt zur Leichtathletik und ist ein Hochleistungssport. Bei dieser Sportart kommt es auf Kraft, Technik und Kondition an. Wie beim Marathon gibt es hier drei verschiedene Disziplinen: Kurzstrecke mit 100m, 200m und 400m, Mittelstrecke mit 800m, 1500m und 5000m, Langstrecke mit 10.000m.
Um diesen Sport auszuführen benötigt ihr einen speziell angefertigten Racing Rollstuhl. Wer gerne in seiner Freizeit schnelle Strecken fahren möchte und nicht direkt für eine olympische Disziplin trainieren will, greift ganz einfach zu einem Handcycle oder Handbike.
Mit einem Handbike könnt ihr sogar eine Geschwindigkeit von 50km/h erreichen, ähnlich wie mit dem Racing Rollstuhl.

Was macht einen Racing Rollstuhl aus?
Ein Rennrollstuhl hat nichts mehr mit einem Standardrollstuhl oder Sportrollstuhl zu tun, wie man ihn kennt. Statt vier Rädern, sind nur drei montiert, wobei die zwei Steuerräder viel größer sind als das Vorderrad. Auch der Greifring ist schmaler und hat einen geringeren Durchmesser. Die großen Räder haben im Normalfall einen gewissen Sturzwinkel, der je nach Hersteller variieren kann. Anders als beim Handbike sind die Beine bei der Fahrt nicht ausgestreckt, sondern befinden sich angewinkelt unter dem Sitz oder vor der Brust. Durch diese Sitzposition wird die Aerodynamik des gesamten Rollstuhls unterstützt.
Trotz der angewinkelten Sitzposition erreichen die Rollstühle eine Länge von 170m is 1,85m. Da diese speziell für die Leichtathletik konzipiert werden, kann man sie als richtiges Leichtgewicht bezeichnen. Das Material besteht zu großen Teilen aus Carbon, wodurch der Sportrollstuhl nur ein Gewicht von etwa 8 bis 10kg erreicht.

Wie fährt man einen Rennrollstuhl?
Je nach Komfort oder Art der Behinderung gibt es drei verschiedene Sitzpositionen. Ist das Rückenmark beschädigt tendiert man zu einem tiefen Sitz, mit angewinkelten Beinen vor der Brust. Für Personen mit intakter Bauchmuskulatur eignet sich der Kniesitz. So hat man den Vorteil, dass die Rumpfmuskulatur unterstützend eingesetzt werden kann. Bei Einschränkungen der Beweglichkeit gibt es einen aufrechten Sitz mit Fußbrett.
Gesteuert wird mit den Greifringen und einer Lenkvorrichtung vor dem Sitz. Damit die Hände nicht verletzt werden schützt man sie mit Tape oder Handschuhen.

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